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Der Antichrist




Friedrich Nietzsches leidenschaftliches Plädoyer gegen die mentalen und in vielen Bereichen nach wie vor herrschenden institutionellen Fesseln ist eine mutige Betrachtung der Mechanismen, die bereits zur Zeit der Entstehung des Christentums eingeführt und seither verwendet wurden, um die in der frühesten Kindheit beginnende religiöse Erziehung durchzusetzen.

Mechanismen, die jeden offensichtlichen Widerspruch in der christlichen Geschichte durch immer dieselben fadenscheinigen Argumente wegleugnen wollen.

Nietzsches Auseinandersetzung mit Bibel und Kirche mag für so manchen heute ein wenig obsolet wirken.

Dabei ist religiöse Erziehung heute nach wie vor vorhanden - wenn auch in den Ballungsgebieten nicht mehr so deutlich sichtbar und mehr im Hintergrund.

Die Skandale um katholische Erziehungseinrichtungen und sexuelle Übergriffe zeigen, dass die Thematik keineswegs Vergangenheit ist. Wichtig ist, besagte Mechanismen zu verstehen, da sie auch in allen anderen Religionen Anwendung finden - nicht zuletzt in der Naturwissenschaft.

Mechanismen, die sich aber vor allem bis heute nur unwesentlich verändert haben.

 

 

 

 

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